Die Gefangenen vom 17. Januar 2008


Willkürlich wurden in Zürich am 17. Januar 2009 im Rahmen eines Grosseinsatzes der Polizei, welcher die ganze Innenstadt umfasste, zwei 15 und 16-Jährige Schüler festgenommen. Ihnen wird nun vorgeworfen, dass sie an einem Farbanschlag gegen die UBS-Filiale am Paradeplatz teilgenommen hätten. Seitdem sitzen sie in Zürcher Knästen, ohne die Möglichkeit mit ihren Angehörigen oder Freunden zu sprechen.

Wir fordern die sofortige Freilassung der beiden und ein Ende der Repressionen gegen Jugendliche und politisch aktive Menschen in Zürich und International.

Raus mit den Gefangenen - Rein mit den UBS-Kapitalisten!

Ein Genosse des Revolutionären Aufbaus ist seit dem 21.01.2009 ebenfalls in U-Haft. Die Erklärung des Aufbaus dazu könnt ihr hier nachlesen.

Unterschreibt den Aufruf für die Freilassung! (Bis jetzt 49 Organisationen und diverse Einzelpersonen)

Tretet der Facebook-Gruppe bei!

Plakat/Flyer zum Ausdrucken und verteilen/aufhängen.

Wer sind hier die Verbrecher? Text der RJZ zu den Festnahmen und dem anstehenden WEF

Soli-Track des Rappers Topfchopf zu den Gefangenen


Aktuelle Infos:

Tag 13 (30.01.2009)

- Die Gefangenen vom 17. Januar wurden heute entlassen und vor der Jugendanwaltschaft von ihren Freunden, Genossen und Angehörigen abgeholt. Beiden geht es gut.

Tag 10 (27.01.2009)

- Die Gefangenen bekommen mittlerweile ihre Hausaufgaben in den Knast und konnten jeweils einen Besuch von Familienangehörigen erhalten. Besuche von Freunden werden weiterhin nicht zugelassen und dem Vater eines Gefangenen wird der Besuch verwehrt, mit der Begründung, dass der wöchentliche Besuch schon stattgefunden habe. Entgegen dem, was Jugendanwältin Müller gegenüber den Medien behauptet, wird also offenbar an einer halben Stunde pro Woche festgehalten.

- In der deutschen Tageszeitung "Junge Welt" ist heute ein Artikel zu den Gefangenen erschienen.

- Neben den beiden Gefangenen befindet sich seit dem 20.01.2009 auch ein Genosse des Revolutionären Aufbau in U-Haft.

Tag 9 (26.01.2009)

Spray, gefunden an der Langstrasse:

Tag 8 (25.01.2009)

Ein Video zum Farbanschlag auf die UBS, den wir auf Youtube gefunden haben:





Tag 7 (24.01.2009)

- Heute gab es eine Soli-Aktion für die Gefangenen auf dem Paradeplatz. Es wurden Transparente aufgehängt und hunderte Flugblätter verteilt.
Fotos gibts hier

- Im Rahmen einer Anti-Wef Transpiaktion im Hauptbahnhof Zürich wurde heute auch ein Transparent für die Gefangenen an gut sichtbarer Stelle im HB aufgehängt.
Fotos gibts hier


















Tag 5 (22.01.2009)

- Bei den Gefangenen ist die Situation unverändert.

- Der sozialistischen Zeitung "Vorwärts" wurden 800 Exemplare der Flugblätter für die Freilassung der Gefangenen beigelegt.

- Die Teilnehmer des Marx-Kurses der PDA haben uns 100.- für die Soliarbeit gespendet.

- Am heutigen WEFentlichen Tanzvergnügen wurden die Besucher mit Flugblättern und Plakaten über die Gefangenen informiert.

Die RJZ hat heute eine Erklärung zu den Gefangenen herausgegeben, der Rapper Topchchopf hat einen Track für sie produziert.

















Tag 4 (21.01.2009)

- Die Situation ist unverändert, beide sind nun in andere Gefängnise verlegt worden.

- Den Gefangenen geht es, laut Infos der Anwälte, soweit gut.

- Die Mobilisierung draussen nimmt an Stärke und Breite zu. Zahlreiche schweizerische und ausländische Organisationen und Einzelpersonen erklären sich solidarisch. Neben Plakaten und Flugblättern sind mittlerweile auch Aufkleber im Umlauf.

- Zum Geschwätz von Jugendanwältin Müller im "Tages Anzeiger" vom 21.01.2009:

Zum ersten begründet die Staatsanwältin die U-Haft damit, dass Verdunkelungsgefahr bestünde. Die Verdunkelungsgefahr meint, dass Beweismittel vernichtet oder abgeändert werden könnten. Dies ist im vorliegenden Fall offensichtlich nicht möglich, da die Beweissicherung an der betroffenen UBS-Filiale längst abgeschlossen ist und die Fassade bereits wieder gereinigt ist. Auch die Kleidung der beiden ist längst beschlagnahmt und in Polizeibesitz.

Genauso ist ein Verweis auf das Risiko von allfälligen Absprachen der Gefangenen unsinnig, da die beiden offensichtlicht nicht bereit sind auszusagen. Falls es später zu einem Prozess käme, fände dieser beim vorliegenden Fall erst Monate später statt, zu einem Zeitpunkt indem die Untersuchungshaft längst abgeschlossen wäre und die Angeschuldigten ohnehin frei miteinander Sprechen könnten. Wie die Staatsanwältin den Anwälten und Gefangenen bereits mitgeteilt hat, ging es ihr darum die Gefangenen vor die Wahl "Geständnis oder U-Haft" zu stellen. Um so erfreulicher, dass die Gefangenen diesem Erpressungsversuch bis jetzt nicht nachgegeben haben.

Weiter erwecken ihre Aussagen den Eindruck, als sei im Knast ein einziges Kommen und Gehen von Besuchern möglich. Fakt ist, dass den beiden Gefangenen vor ihrer Verlegung keinerlei Besuche gestattet waren, sowie weder Post noch Kleidung zu ihnen durchgedrungen sind. Nach der Verlegung beträgt die Besuchszeit üblicherweise eine halbe Stunde pro Woche. Bis jetzt konnten die beiden allerdings bloss ihre Anwälte sehen.



Tag 3 (20.01.2009)

- Die Jugendstaatsanwaltschaft hat heute Untersuchungshaft beantragt. Der Antrag wurde durch den Haftrichter bestätigt und die Untersuchungshaft wurde bis zum 02. Februar bewilligt. Die Jugendstaatsanwältin stellte die Gefangenen vor die Wahl, ein Geständnis abzulegen oder in U-Haft zu kommen. Es handelt sich hier also um einen klassichen Fall von Geständnis-Erpressung.

- Die beiden Gefangenen werden heute bzw. morgen in andere Knäste im Kanton Zürich verlegt.

- Beide haben bis jetzt weder Kleidung, noch Post (Schulzeug, Briefe) erhalten.

- Die Plakate wurden heute gedruckt und teilweise aufgehängt.