Freiheit für Palästina

Einmal mehr flackerte diesen Sommer das Feuer des Widerstandes in Palästina auf. Tausende wehrten sich mit massenhaftem zivilen Ungehorsam, Demonstrationen und militanten Protesten gegen die israelische Besatzung. Einmal mehr entzündete sich die Protestwelle am Tempelberg in Jerusalem, wie auch die zweite Intifada im Jahr 2000. Damals entzündete die militärische Besatzung des Tempelberges mit über tausend Polizisten wegen eines Besuches des späteren israelischen Premierministers Scharon einen Aufstand der palästinensischen Bevölkerung, der bis 2005 anhielt.
Wie auch im Jahr 2000 breitete sich die jüngste Protestwelle ausgehend von Jerusalem auf das Westjordanland und den Gazastreifen aus. Den entscheidenden Funken für die jüngsten Proteste lieferte die Ankündigung Israels, an den Zugängen des Tempelbergs Metalldetektoren und Kameras einzurichten. Vorausgegangen war ein Attentat von drei jungen Palästinensern auf zwei israelische Sicherheitskräfte.
Auf dem Tempelberg befindet sich mit der Al-Aqsa-Moschee eines der wichtigsten islamischen Heiligtümer. Doch der Tempelberg hat nicht nur aus religiösen, sondern auch aus kulturellen Gründen einen hohen symbolischen Stellenwert für die palästinensische Bevölkerung. Genauso, wie auch nicht die Metalldetektoren an sich die aktuelle Protestwelle hervorriefen. Vielmehr gingen die Palästinenserinnen und Palästinenser aus Angst vor weiterer Vertreibung und weiterer Inbesitznahme Jerusalems durch Israel auf die Barrikaden. Die Massnahme reiht sich ein in eine seit langem betriebene aggressive Vertreibungs- und Siedlungspolitik Israels im besetzten Ost-Jerusalem, welche in die israelische Stadtplanung eingebettet sind.
Auf den Widerstand der palästinensischen Bevölkerung reagierte der israelische Staat einmal mehr mit brutaler Repression. Alleine im Juli wurden 880 Palästinenserinnen und Palästinenser verhaftet. Ein Grossteil der Verhafteten stammt aus Jerusalem. Die Konfrontationen forderten unzählige Verletzte und auch einige Tote, hauptsächlich auf palästinensischer Seite.
Mit ihrem entschlossenen Widerstand zwang die palästinensische Bevölkerung Israel dazu, die Metalldetektoren an den Zugängen zum Tempelberg wieder zu entfernen. Der entschlossene Widerstand rief bei der Besatzungsmacht die Furcht vor einer dritten Intifada hervor. Einmal mehr entfachte die palästinensische Bevölkerung ein loderndes Feuer des Widerstandes und bot der zionistischen Besatzungsmacht im Kampf um Selbstbestimmung und Würde die Stirn.
Wir solidarisieren uns mit dem Widerstand der palästinensischen Massen und fordern endlich Freiheit für Palästina!