Robin Hood statt Samichlaus! Das Weihnachtsgeschenk der RJZ!

Der Samichlaus bringt in der Adventszeit denjenigen Geschenke, die sich das ganze Jahr über schön brav verhalten haben. Wir dagegen finden, dass wir uns in dieser Gesellschaft alles andere als brav verhalten sollten! In einer Gesellschaft, in der einige wenige über ungeheuren Reichtum verfügen, während immer mehr kaum wissen, wie sie über die Runden kommen sollen, in der die Belastung bei Arbeit und Schule stetig grösser wird, in der ein Sparpaket nach dem anderen auf uns zukommt, die Wohnungen immer teurer werden und die Arbeitskräfte immer billiger, in der die Bullen nicht nur Demonstrationen sonder mittlerweile auch Partys mit Gummischrot zusammenschiessen und in der rassistische Hetze immer noch Alltag ist -- In einer solchen Gesellschaft sollen wir brav und zufrieden sein, damit dann, wenn wir Glück haben, ein paar Geschenke für uns abfallen? Was für ein Blödsinn! Wir sagen: Scheiss auf brav -- Rebellion ist gerechtfertigt!

Wir machens lieber wie Robin Hood, dem Held vieler englischer Sagen, der von den Reichen stiehlt und den armen gibt. Denn Reichtum gibts in dieser Gesellschaft mehr als genug, bloss ist er in den Händen einiger weniger, während viele andere kaum etwas davon sehen. Reichtum in Form von Waren findet sich beispielsweise in den grossen Kaufhäusern während der jetzigen Weinachtszeit schön festlich dekoriert in den Regalen. Reich werden von diesen Waren aber bloss die Besitzer und Manager der grossen Läden, während die Verkäuferinnen und Verkäufer zwar immer mehr und länger arbeiten müssen, der Lohn jedoch so knapp bleibt wie eh und je. Als das Personal einer Spar-Filiale sich dieses Jahr gegen den immer grösseren Arbeitsstress mit einem Streik wehren wollte, wurden sie kurzerhand entlassen. Denn der Profit, der ihren Reichtum sichert, geht den Konzernchefs über alles. Wie bekannt wurde, werden bei verschiedenen Kaufhäusern sogar die Taschen der Angestellten durchsucht, nicht dass noch etwas von dem ganzen schönen Reichtum unrechtmässig abhanden kommt.

Warum daher nicht dem Beispiel von Robin Hood folgen und den Reichen, den Besitzern und Managern der grossen Kaufhäuser wie Globus, Coop, Jelmoli oder Spar wenigstens ein bisschen von ihrem Reichtum enteignen? Wir sind diesem Beispiel gefolgt und daher bieten wir nun diesen kleinen Teil ihres Reichtums umsonst an. Eine Aktion, die für einige hoffentlich eine frohe Bescherung bringt, aber dennoch symbolisch bleibt. Den letztendlich muss es darum gehen, ihnen nicht nur ein klein wenig ihres Reichtums wegzunehmen, sondern die Herrschaft über die ganze Gesellschaft!

Robin Hood statt Samichlaus