1. Mai 2012 - Mobitext


Transpi-Aktion beim The Coup Konzert vom 3. April im Exil

Während die Jugend, wie am Central und Bellevue, für kulturelle Freiräume kämpft, kennen die Stadt und die Bullen nur eine Antwort: Gummischrot und Tränengas. Der Grüne Bullenchef Leupi löst illegale Partys gewaltsam auf und der sozialdemokratische Präsident des Hochbauamtes lässt besetzte Häuser abreissen. Fussballfans werden präventiv vor dem Spiel verhaftet oder, wie auch Demoteilnehmer, öffentlich an den Pranger gestellt. Natürlich ohne das klar ist, ob sie überhaupt gegen irgendein Gesetz verstossen haben.

Immer häufiger wird im öffentlichen Bereich gekürzt. Egal ob Lehrling, Schülerin, Student oder Arbeiterin: Betroffen sind wir alle! Beispielsweise nimmt die Belastung im Gesundheitsbereich immer mehr zu, weil Stellen gekürzt werden und immer mehr Arbeit anfällt. Weiter erhöht die Fallkostenpauschale den Druck auf die Spitäler und Arbeitenden, die ohnehin schon mit massiven Personalmangel zu kämpfen haben. An den Schulhäusern werden die Klassen und der Leistungsdruck immer grösser und das Budget immer kleiner.

Die Lehrstellensuche gestaltet sich für viele schwierig wie eh und je. Und die Arbeitslosigkeit trifft immer mehr die Lehrabgänger. Sie finden nach der Lehre keinen Job und zu Allem zählt die Lehre nicht einmal als Berufserfahrung, obwohl ein Lehrling mit seinem tiefen Lohn einem Betrieb einen beachtlichen Profit einbringt. Die Jugend ist damit die von Arbeitslosigkeit am meisten gefährdete Altersgruppe.

Die Wut über die soziale Ungerechtigkeit hat sich in diesem Jahr überall auf der Welt entladen. Egal ob die Demos in Griechenland, Occupy Oakland in den USA, die “Empörten” in Spanien, der Aufstand in London oder die Revolten in den arabischen Ländern - Die Menschen beginnen sich zu wehren! Das ist auch kein Wunder: Die Hälfte aller Spanier unter 25 ist ohne Aussicht auf einen Job, jeder sechste US-Amerikaner muss Nahrungshilfe beziehen und auch in der Schweiz ist die Armut wiederum angestiegen - Der Kapitalismus bietet je länger je weniger eine Perspekive.

Das sind noch lange nicht alle Gründe, um am 1. Mai auf die Strasse zu gehen. Wahrscheinlich würden jedem noch viele Gründe einfallen. Alle diese Anliegen können am 1. Mai zusammen auf die Strasse getragen werden. Bei der grössten linken Mobilisierung der Schweiz hat es Platz für viele Themen und Ideen. Beteiligt euch mit euren Inhalten am Revolutionären Block! (Bei den RJZ Fahnen)

Am 1. Mai 2012 all ufd Strass!