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Mut und Wut – gemeinsam auf der Strasse! Communiqué zum 1. Mai 2024

Aktualisiert: 6. Juni



Am heutigen 1. Mai nahmen wir uns laut und kämpferisch die Strassen Zürichs. Gemeinsam trugen wir unsere Wut auf das bestehende kapitalistische System und unseren Wunsch nach Veränderung auf die Strasse!

Auf den Vormittag haben wir – ein Zusammenschluss verschiedener revolutionärer linker Organisationen und Kollektive – auf einen revolutionären Block an der grossen Morgendemo aufgerufen und wollten damit unserem klaren Bruch mit dem Kapitalismus Ausdruck verleihen. Wir denken nicht, dass Klimakrise, die kriegerischen Eskalationen, die Krise des Gesundheitssystems und des Sorgebereichs, die Gewalt gegen FINTAs, Rassismus und die Angriffe auf proletarische Arbeits- und Lebensbedingungen zufällig in diesem System entstehen, sondern dass sie Teil dieses Systems sind. Die Herrschenden brauchen die Konkurrenz, die Unterdrückung und die Ausbeutung für ihre Profite. Deshalb muss die Lösung auch eine revolutionäre sein.

Demoticker ZH: Wir tragen eure Krise nicht!, [01.05.2024 22:40]

Dieser Überzeugung haben wir in einem riesigen Block von über 2000 Genoss*innen auf dem Weg vom proletarischen Kreis 4 zum bürgerlichen Kreis 1 auch durch Angriffe gegen die Krankenkasse SANITAS, die Monsterbank UBS zweimal, sowie den Fundi-Laden Läderach zum Ausdruck gebracht.

Doch wir sind hier in Zürich nicht alleine auf den Strassen, sondern wir kämpfen heute, am 1. Mai, und jeden Tag, Schulter an Schulter mit Genoss*innen weltweit – ob in Griechenland, in Kurdistan oder in Mexiko. Diese internationalistische Perspektive wurde auch in Form von “Free Palestine” und “Zeme hebe zeme stah”-Parolen an die Wände gebracht.

Unser Erfolg bestätigt uns darin, dass auch die Zukunft des 1. Mai nicht reformistischen Kräften überlassen wird, die unseren Kampftag kommerzialisieren wollen oder unsere Wut in institutionalisierte Pfade lenken wollen. Wir haben dafür keine Zeit. Wir tragen alternative, revolutionäre Perspektiven auf die Strasse! Darum haben wir uns heute Nachmittag im Langstrassen-Quartier versammelt, Präsenz gezeigt und die Bullen auf Trab gehalten – mit einem Postenlauf zu Gentrifizierung und feministischem Widerstand, einem Antikap-Cup auf dem Ni-una-menos-Platz und einem spontanen Konzert haben wir das Quartier mit widerständigen Inhalten gefüllt. Nach einer ersten kurzen Demonstration die Langstrasse hinauf wurden ca. 100 Personen von den Bullen eingekesselt. Im Laufe des Nachmittags nahmen sich die mehreren hundert Menschen ausserhalb des Kessels immer wieder in Form von kämpferischen Demos die Strassen. Damit haben wir auch gezeigt, dass wir die über 50-jährige Kontinuität militanter Mobilisierung am Nachmittag des 1. Mai in Zürich weiterführen.

Anschliessend gab es in der Kanzleiturnhalle eine Veranstaltung mit einer Genossin aus Deutschland, welche uns vom Organizing für die Spitalstreiks in Nordrhein-Westfalen erzählte sowie eine Filmvorführung über 57 Jahre revolutionärer 1. Mai in Zürich.

Am heutigen Tag haben wir gezeigt, dass die Verantwortlichen für die Krisen, die wir momentan erleben, angreifbar sind. Wir haben gezeigt, was für uns Solidarität bedeutet und haben gemeinsam unseren Mut und unsere Wut für die soziale Revolution auf die Strasse getragen!

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