Wo ist die linke Bewegung?


Das RJZ Flugi zum 1. Mai 2012.




































Wo ist die linke Bewegung? Viele von euch sehen das wohl ähnlich wie wir: Obwohl so viele Gründe vorhanden wären wie schon lange nicht mehr, sehen wir keine linke oder auch revolutionäre Bewegung auf der Strasse. Sind denn alle zufrieden mit den herrschenden Zuständen und gibt es tatsächlich kaum mehr Leute, die sich für revolutionäre Positionen interessieren? Wir sind anderer Meinung: Wer sich ein bisschen unter den Leuten umhört, merkt schnell, dass die meisten der Meinung sind, dass es so nicht weitergehen kann. Bloss fehlt oft die Alternative.


Klar gibt es viele, die von der parlamentarischen Politik, die je länger je weniger eine Perspektive bietet, abgeschreckt sind und resignieren. Aber heisst das auch, dass sie sich überhaupt nicht für Politik interessieren? Da haben wir andere Erfahrungen gemacht: Wir haben festgestellt, dass es viele gibt, die etwas tun wollen und sich für linke oder revolutionäre Positionen interessieren würden, aber sie sind oft vereinzelt und haben keinen Ort um zusammenzukommen. Es gibt keine grosse Bewegung auf der Strasse, der man sich anschliessen kann oder es fehlt der Bezug zu einer grösseren Organisation. So bleiben die Leute oft alleine mit ihren Überzeugungen und viel von der politischen Energie verpufft wieder. Gegen diese Vereinzelung setzen wir Kollektivität und Organisierung! Diese Organisierung kann vielfältig aussehen:


Trefft euch mit Gleichgesinnten. Diskutiert mit den anderen Lehrlingen, was euch im Betrieb oder der Berufsschule nicht passt und was ihr dagegen tun könnt. Beispielsweise könnt ihr euch gegen unbezahlte Überstunden oder widerrechtliche Kündigungen bei Lehrlingen wehren ¿ Informiert euch über eure Rechte als Lehrlinge! Gründet im Gymi Schülerzeitungen mit euren eigenen Inhalten, kämpft zusammen gegen die Verschärfungen im Absenzenwesen oder solidarisiert euch mit Schülern, die rausgeworfen werden sollen. Lasst euch in der RS nicht alles gefallen, versucht euch blödsinnigen Befehlen zu widersetzen oder sie zumindest kreativ und gemeinsam zu umgehen ¿ deckt euch gegenseitig. Gründet mit anderen eine Lesegruppe, in der ihr gemeinsam Texte lest und diskutiert oder geht gegen die Nazis in eurem Dorf vor.


Eine solche Organisierung bietet viele Vorteile: Einerseits ist man gemeinsam natürlich stärker, andererseits kann man durch die Diskussion in solch einer Gruppe seine eigene Position finden oder gemeinsam eine Position erarbeiten. Schliesslich kommt man ja nicht mit einer differenzierten politischen Meinung auf die Welt, sondern die eigene Position entwickelt man im Austausch mit anderen und in der gemeinsamen Praxis. Das ist die Erfahrung die wir in der RJZ gemacht haben.


Der Kapitalismus mit seinem alles durchziehenden Konkurrenzprinzip tut alles um uns zu vereinzeln und zu spalten. In Schweizer und Ausländer, Arbeitende und Arbeitslose oder brave Jugendliche und gewalttätige Chaoten. Indem wir uns organisieren, können wir dieser Spaltung unsere Solidarität entgegensetzen. Vernetzt euch darum mit anderen Gruppen und Organisationen, tauscht euch aus und plant gemeinsam Aktivitäten. Ihr könnt euch natürlich auch gerne bei der RJZ für gemeinsame Aktionen, oder wenn ihr einfach Infos oder Unterstützung braucht, melden. Gemeinsam sind wir stark und können alles erreichen. Kämpfen wir zusammen für eine andere Gesellschaft!


Viel Spass noch am 1. Mai und besucht uns am Nachmittag beim Revolutionären Treff auf dem Kanzleiareal!


Eure Revolutionäre Jugend