Die Lokomotive der Aufwertung - All ad Wohndemo!
- 28. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Schon lange hat die SBB gemerkt, dass Sie wahnsinnig viel Geld verdienen können mit ihrem Boden. So macht die SBB einen grossen Teil ihres Geschäfts mit Immobilien. Das Land bekamen sie für den Bau der eigentlichen Bahninfrastruktur oft sehr günstig. Ausdrücken tut sich das in der Europaallee und dem Bahnhof Nord direkt gegenüber, dem geplanten Neugass Areal im Kreis 5 oder den diversen Neubauprojekten in Oerlikon.
Nicht nur in Zürich gehört der ”SBB Immobilien“ Land, sondern in der ganzen Schweiz. So versuchen sie beispielsweise in Lausanne mit dem Projekt “La Rasude” am Bahnhof ein ähnliches Aufwertungsprojekt wie die Europaallee durchzudrücken.
Hier in Oerlikon fällt besonders auf wie aggressiv die SBB die Aufwertung rund um den Bahnhof vorantreibt. 2018 wurde der Andreasturm fertiggestellt, 2022 folgte der Franklinturm und als drittes Projekt im Bunde steht das Hochhaus an der Regensbergbrücke bereits in Planung. In diesen Gebäuden werden vor allem Gewerbeflächen angeboten. Die Interessenten sind grosse Tech und KI-Konzerne, welche sich längerfristig in Zürich niederlassen wollen.
Der Ausbau des Bahnhofs mit der damiteinhergehenden Aufwertung wurde 2016 fertiggestellt und ist eng verbunden mit der Aufwertung des restlichen Quartiers. Geplant wurde dabei eng mit anderen Konzernen wie der ABB oder der AXA, welche ebenfalls viel Land in Oerlikon besitzen. Die Stadt hat dabei auch kräftig mitgewirkt, dies weil sie eine attraktive Umgebung schaffen wollen, in der sich Konzerne niederlassen wollen. Besonders in der unterstützung des Projekts der "Greater Zurich Area", das bewusst Internationale Konzerne und Tech- Firmen nach Zürich holen will, zeigt wo die Interessen liegen.
Doch genau diese Standortpolitik und die damit verbundene Aufwertung hat massive Folgen für die Menschen im Quartier. Denn sie bedeutet auch, dass die Mieten erhöht werden und die Verdrängung von Arbeiter:innen weiter voranschreitet. Diese Verdrängung ist nicht das Resultat von einigen wenigen Investor:innen mit schlechten Absichten. Nein, viel mehr ist es das Resultat des Kapitalistischen Systems das nach immer grösseren Profiten strebt, und dabei Wohnkrisen wie die jetzige, nur zu gut für sich zu nutzen weiss, um die Profite noch weiter in den Himmel steigen zu lassen.
Wehren wir uns gegen diese Entwicklung. Lassen wir die Angriffe auf unsere Stadt, unsere Quartiere und unsere Häuser nicht unbeantwortet!
All ad Wohndemo am 30. Mai, 14:00 auf dem Hardplatz!
Die Wohnungsnot hat System - Kapitalismus Zerschlagen
Oisi Strasse - Oisi Quartier!

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