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Flugblatt zum Frauenstreik am 14. Juni 2019:

Aktualisiert: 28. Sept 2019

Flugblatt zum gestrigen Frauenstreik:

Bereits seit vielen Jahren nehmen sich Frauen bewusst die Strasse, um laut und kämpferisch für die Gleichberechtigung, gegen das Patriarchat, aber auch gegen den Kapitalismus und damit die Ausbeutung aller Menschen zu demonstrieren. Aber warum ist es so wichtig, dass sich Frauen aktiv an Demos beteiligen? Und wieso ist es ebenso wichtig, dass Frauen militant auf die Strasse gehen?

Die Antwort darauf ist einfach; Nur die Frauen selbst können sich aus patriarchalen Strukturen befreien. Dies gelingt aber nur, wenn sich Frauen bewusst Räume erkämpfen und ihre darin erarbeiteten Inhalte hinaus tragen. Mit Frauenräume meinen wir ganz verschiedene Dinge; dies können reine Frauensitzungen, Frauenkollektive aber auch eine Sprayergruppe bestehend aus Frauen sein. In diesen Räumen sind alle mit gleichen oder ähnlichen Problemen konfrontiert. Ob es sich dabei nun um die unbezahlte Reproduktions-und Hausarbeit handelt oder generell um Sexismus im Alltag. Diese Räume sind aber nicht nur da um sich über die eigenen Sorgen auszutauschen sondern sie bieten auch ein Gefäss, wo neue Ideen entstehen und man sich gegenseitig stärkt. Die Rollenverteilung löst sich in reinen Frauengruppen auf, sodass man dort Platz findet sich jene Fähigkeiten anzueignen, zu welchen man sonst nur schwer Zugriff bekommt. Dazu gehört auch, dass wir unsere bisherige Praxis hinterfragen, gerade was die Rollenverteilung angeht. Wieso werden meist Flyer von Frauen verteilt und Pyros von Männern gezündet? Gerade dieses Bewusstsein hilft uns dabei, dass wir uns selbst Strategien überlegen können, wie wir aus dieser Rollenverteilung ausbrechen können. Durch die Aneignung von solchen Aufgaben können wir auch in gemischten Strukturen gestärkt auftreten und diese zum Ausdruck bringen. Wenn wir uns als Frauen an solchen Aktionen beteiligen können wir uns damit stärken, weil wir uns diese erkämpfen und aneignen mussten.

Mit diesem Text wollen wir nicht sagen, dass eine Frau militant sein muss, um den Frauenkampf „richtig“ zu führen sondern wir wollen dazu anregen, dass Frauen Rollen weiter hinterfragen und sich bewusst solche aneignen, die ihnen nicht automatisch zugeteilt werden. Nicht militante Aktionen sind dadurch nicht weniger Wert, sie sollten aber von allen übernommen werden und nicht automatisch ein Frauenjob sein.

FRAUEN BILDET BANDEN, ZIELE SIND GENUG VORHANDEN!

FRAUENGEWALT SINNVOLL EINSETZEN!

Revolutionäre Jugend Zürich

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